Elisenlebkuchen

Hallo ihr Lieben,

als ich heute morgen aufgewacht bin und einen Blick auf den Kalender geworfen habe, habe ich mit Erschrecken festgestellt, dass nächsten Sonntag schon der 1. Advent ist! Unglaublich, wie schnell die Zeit verrennt, oder? Vor allem dieses Jahr verging gefühlt wie im Flug.

Auch wenn die Weihnachtsbäckerei im Hause Seelenschmaus schon längst begonnen hat (6 Sorten habe ich immerhin schon!), wird es nun mit der Aussicht auf den 1. Advent allerhöchste Zeit, meine heißgeliebten Nürnberger Elisenlebkuchen zu backen. Die dürfen nämlich auf keinem Plätzchenteller fehlen und zum ersten Adventssonntag wird traditionell auch der erste Plätzchenteller hergerichtet.

Meine Lebkuchen schmecken wie das Nürnberger Original (vielleicht sogar ein bisschen besser – immerhin sind sie selbst und mit Liebe gemacht 🙂 ) und müssen jedes Jahr zur Weihnachtszeit mindestens dreimal gebacken werden, da sie immer ganz schnell verschwinden – auf mysteriöse und unerklärliche Weise natürlich!

Ich muss ehrlich gestehen, dass Lebkuchen machen nicht gerade zu meinen Lieblingsaufgaben gehört, da es meist nicht so leicht ist, die Masse schön und sauber auf die Oblaten zu streichen. Deshalb habe ich einen Tipp für euch: schafft euch eine Lebkuchenglocke [Werbung unbeauftragt/unbezahlt] an und das Formen der Lebkuchen gelingt ganz einfach und buchstäblich im Handumdrehen!

Falls ihr noch nie selbst Lebkuchen gebacken habt und lieber welche gekauft habt, ist dieses Jahr der beste Zeitpunkt damit anzufangen. Da der Nürnberger Christkindlesmarkt ja leider ausfallen muss, könnt ihr euch so ganz einfach echtes Weihnachtsmarktfeeling nach Hause holen. Macht es euch mit Lebkuchen und Glühwein oder Kinderpunsch zuhause gemütlich und genießt die schönste Zeit des Jahres. Also backt die Lebkuchen nach und lasst mich wissen, wie sie euch schmecken! 🙂


Elisenlebkuchen

Elisenlebkuchen wie das Nürnberger Original

Zutaten

    Für die Lebkuchenmasse (ergibt ca. 30 Stück):
  • 170g Zucker
  • 150g Eiweiß (von 4 Eiern)
  • 40g Honig
  • 30g Aprikosenmarmelade
  • 50g Marzipan, fein geraspelt
  • 150g Haselnüsse, gemahlen, geröstet
  • 50g Mandeln, gemahlen
  • 50g Walnüsse, gemahlen
  • Alternativ zu Nussmischung: 250g Haselnüsse, gemahlen, geröstet
  • 50g Zitronat, gehackt
  • 50g Orangeat, gehackt
  • 10g Lebkuchengewürz
  • 10g Kakao
  • 1 Prise Salz
  • 80g Weizenmehl
  • 1 gestrichener TL Hirschhornsalz
  • 1 gestrichener TL warmes Wasser
  • 30 Oblaten mit 70mm Durchmesser
  • Puderzucker zum Bestäuben
  • Für die Deko:

  • 125g Puderzucker
  • 1 EL Zitronensaft
  • Milch oder Wasser
  • Schokoguss (z.B. Pickerd)

Anweisungen

  1. Zunächst die Haselnüsse rösten und alle Nüsse mahlen. Orangeat und Zitronat mit etwas Mehl bestäuben und fein hacken. Anschließend noch das Marzipan fein raspeln (funktioniert am besten, wenn es Kühlschranktemperatur hat) und alles beiseitestellen.
  2. Für die Lebkuchenmasse Zucker, Eiweiß, Honig und Aprikosenmarmelade in einen kleinen Topf geben, und unter vorsichtigem Rühren mit einem Schneebesen langsam auf 40°C erwärmen (bitte ein Thermometer benutzen!). Sobald die Masse die Temperatur erreicht hat, von der Herdplatte ziehen und auskühlen lassen. Währenddessen Marzipan, Nüsse, Zitronat, Orangeat, Lebkuchengewürz, Kakao und Salz in einer Rührschüssel vermischen. Nun das Eiweiß-Zucker-Gemisch hinzufügen und alles 2 Minuten verrühren. Das Hirschhornsalz in dem warmen Wasser auflösen, zusammen mit dem Weizenmehl zur Masse geben und nochmals ca. 1 ½ Minuten unterrühren.
  3. Nun jeweils ca. 1 EL von der Masse abstechen und vorsichtig auf die Oblaten streichen. Ich benutze hierfür eine 7cm Lebkuchenglocke, um ein besonders schönes Ergebnis zu erhalten. Anschließend die fertigen Lebkuchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und dünn mit Puderzucker bestäuben.
  4. Sehr wichtig: die Lebkuchen für ca. 24 Stunden in einem warmen Raum trocknen lassen! (Bitte seid geduldig und haltet euch wirklich daran, denn nur so gelingen die Lebkuchen wirklich gut)
  5. Am nächsten Tag den Backofen auf 180°C vorheizen und ca. 11 Minuten goldbraun backen. Fertig sind sie, wenn es im ganzen Haus himmlisch nach Lebkuchen duftet.
  6. Die noch warmen Lebkuchen können zuletzt nach Belieben mit Puderzuckerguss und/oder Schokoguss bestrichen werden. Für die Puderzuckerglasur werden der Puderzucker mit Zitronensaft gemischt und soviel Milch hinzugefügt, bis ein streichfähiger Guss entsteht.


Die Nüsse können beliebig ausgetauscht werden, aber am besten schmecken die Lebkuchen, wenn die Haselnüsse den größten Anteil in der Nussmischung haben. Ich persönlich mag die Variante am liebsten, die ausschließlich mit Haselnüssen gemacht wird.


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